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08.03.2021

8.März - Weltfrauentag

Stillstand ist Rückschritt

Am 8. März ist Weltfrauentag. Ein Tag, der seit hundert Jahren auf Frauenrechte aufmerksam macht. Die Gailtaler WOCHE holt stellvertretend für alle Frauen im Tal Barbara Klauss aus Kötschach vor den Vorhang.

Barbara Klauss
Barbara Klauss

Frauenrolle im Wandel

„Auch wenn sich die Rolle der Frau in der Gesellschaft seit dem Jahr 1911 gewandelt hat, wird der Weltfrauentag jährlich dafür genutzt, um auf bestehende globale Probleme aufmerksam zu machen“, schildert die begeisterte Soroptimistin. Klauss ergänzt: „Auch heute noch ist der Kampf für mehr Frauenrechte nicht beendet.“
Sie ist eine selbstbewusste, weltoffene Persönlichkeit, die durch ihre Einstellung und ihr Engagement inspirierendes Vorbild für viele Frauen ist. Die Stationen ihres Lebenslaufs zeigen ihre globale Vielseitigkeit. „Wichtig war mir immer die Ausbildung rund um die Welt. Nur wer über den Tellerrand sieht, kann Neues lernen“, ist die Karriere-Frau überzeugt. Touristische Erfahrungen sammelte Klauss unter anderem in Italien, Frankreich, Südafrika, Hongkong, Kuwait, Singapur oder in den Arabischen Emiraten, ehe sie 1986 den Familienbetrieb und die Leitung des Vier-Sterne-Hotels Kürschner in Kötschach-Mauthen für 32 Jahre übernahm.

Eine Netzwerkerin

Die gewonnenen Erfahrungen durch die beruflichen Reisen um die Welt sind der sprachbegabten Tourismusfachfrau auch bei ihren ehrenamtlichen Mitgliedschaften eine wertvolle Hilfe. So unterstützt Klauss mit ihrem Fachwissen als Präsidentin und Geschäftsführerin die Angebotsplattform „L'Austria per l'Italia“ und die Slow-Food-Bewegung. Als Vizepräsidentin von Soroptimist Austria Süd und als Kommunikationsbeauftragte von Soroptimist Austria sind Klauss die Rechte der Frauen eine Herzensangelegenheit: „Die Vision unserer Organisation ist es, sich mit unserem Netzwerk für eine Verbesserung der Lebensbedingungen für Mädchen und Frauen lokal, regional und global einzusetzen und deren Leben positiv zu verändern.“

Selbstgemachtes und Dekoration

Viel Zeit für ihr Privatleben bleibt der routinierten Karriere-Frau nicht, aber auf ihre Leidenschaften wie Reisen, Geschichte, Lesen, Wein, Dekoration und Selbstgemachtes – wie ihre allseits bekannten Marmeladen – möchte sie dennoch nicht verzichten. „Das Wichtigste in meinem Leben sind aber meine beiden Töchter Christina und Nina“, ist Klauss stolz auf ihre Familie. Sie hält weiters fest: „Ich schaue mit Freuden in die Zukunft und hoffe, noch vieles erreichen und mitbewegen zu können, denn Stillstand ist Rückschritt.“

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02.02.2021

Gedanken zum Tod unserer Clubschwester Brigitte Ther

Der Tod lächelt uns alle an. Das Einzige was wir machen können, ist zurückzulächeln.

(Marcus Aurelius)

Nicht dominant, nicht raumfüllend, nicht laut oder gar aufdringlich sondern

immer besonnen, überlegt, sorgfältig beobachtend,sehr verlässlich und manchmal fast zu bescheiden

auch neugierig, interessiert und sehr unternehmungslustig,

verantwortungsvoll und ernsthaft agierend in den ihr anvertrauten Aufgabenbereichen, ob als Gründungssekretärin, als Präsidentin, Delegierte oder Schatzmeisterin,

vorbildhaft in ihrem Interesse am Clubgeschehen und ihre Präsenz verbunden mit einer beispielhaften An- und Abmeldedisziplin.

 

SO WAR UNSERE BRIGITTE

 

Souverän und unaufgeregt lotste sie den Club in einer heiklen Phase in ruhige Gewässer und krönte ihre Präsidentschaft mit der Jumelagefeier mit dem Club Cividale. Der Austausch mit den italienischen Clubschwestern war ihr stets ein großes Anliegen und wann immer sie konnte, war sie bei den grenzüberschreitenden Treffen  dabei.

Bewundernswert war auch ihr gelassener und mutiger Umgang mit den Auswirkungen ihrer schweren Krankheit. In ihren Weihnachtswünschen an uns vom 13.12. schrieb sie lediglich, dass sie überhaupt nicht fit sei.

 

Nun ist ihre Kraft zu Ende gegangen.

Unser Verlust ist groß.

 

Einschlafen dürfen, wenn man müde ist und eine Last fallen lassen dürfen, die man lange getragen hat, das ist eine köstliche, eine wunderbare Sache.

(Hermann Hesse)

 

(Text: Evi Tillian)

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22.11.2020

ORANGE THE WORLD 2020

16 Tage gegen Gewalt an Mädchen und Frauen

16 Tage lang werden Rathäuser, Krankenhäuser und Kirchen in unserer Region die Farbe Orange tragen und den Kampf gegen Gewalt an Frauen und Mädchen in den öffentlichen Diskurs rücken.

Rathaus Hermagor
Rathaus Hermagor

Gewalt an Frauen und Mädchen sichtbar machen - dies ist das Ziel der Internationalen UN Woman Kampagne ORANGE THE WORLD, bei der weltweit symbolträchtige Gebäude in orangem Licht erstrahlen. Die 16 Tage gegen Gewalt an Frauen, welche jährlich zwischen dem 25. November - dem Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen und Mädchen - und dem 10. Dezember - dem Internationalen Tag der Menschenrechte - stattfinden, werden in Österreich seit 2017 gemeinsam von UN Women Austria, Soroptimist International Austria, dem Ban-Ki-Moon Centre for Global Citizens sowie HeForShe Graz umgesetzt. Im Bezirk Hermagor waren wir von Anfang an mit dabei und setzen auch dieses Jahr wieder zahlreiche Akzente.

"Die Bekämpfung der Gewalt an Frauen ist eines der obersten Ziele von Soroptimist International. Wir freuen uns mit unserem Netzwerk engagierter Frauen auch heuer wieder Teil der Aktion zu sein. Mit der orangen Beleuchtung bzw. Beflaggung von öffentlichen Gebäuden setzen wir ein nach außen hin gut sichtbares Zeichen, dass Gewalt an Frauen keine Lösung ist und keinen Platz in der Gesellschaft haben darf", erzählt Ingrid Plozner, Präsidentin, von ihrem Engagement.

Im Zuge des Aktionszeitraumes werden das Rathaus in Hermagor, das Gemeinde- und Kulturhaus in Dellach/Gail, die Stadtpfarrkirche in Hermagor, die Evangelische Kirche in Hermagor, die Kirche in Förolach, die Kirche in St.Paul/Gail sowie die Kirche in Saak allabendlich orange beleuchtet. Vor dem Landeskrankenhaus in Laas, der Gailtalklinik in Hermagor sowie dem Rathaus Kötschach-Mauthen werden orange Fahnen wehen und auf die Aktion hinweisen.

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20.11.2020

Ingrid Plozner begrüßt als neue Präsidentin 2 neue Clubschwestern

Susanne Kühne übergab nach zwei ereignisreichen Jahren nun das Zepter der Präsidentin an Ingrid Plozner.

Gleichzeitig wird auch Monika Fitzek-Bertoldi in ihrer Funktion der Sekretärin von Elisabeth Unterweger abgelöst.

Präsidentin Ingrid Plozner, die neuen Clubschwestern Claudia Ressi und Claudia Brandner, Susanne Kühne (c) S. Kühne
Präsidentin Ingrid Plozner, die neuen Clubschwestern Claudia Ressi und Claudia Brandner, Susanne Kühne (c) S. Kühne

Unter der Leitung von Susanne Kühne und Monika Fitzek-Bertoldi wurden zahlreiche Veranstaltungen durchgeführt und erhebliche Summen für soziale Zwecke lukriert.

So gab es erstmals einen Modeflohmarkt, den traditionellen Adventmarkt und das 8. Familien-Benefiz-Golfturnier am Nassfeld Golfplatz.

Aus Susanne Kühnes Initiative heraus entstand ua die Unterstützung für das SCHOWE KINDERHEIM in Nepal, für ein Brunnenprojekt in Afrika und auch eine im Herbst 2018 spontan ins Leben gerufene Spendenaktion für Hochwasser- und Sturmopfer im Gail- und Lesachtal.

Ingrid Plozner übernimmt inmitten der Coronapandemie und blickt einer herausfordernden Zeit dennoch positiv mit zahlreichen Ideen für neue Projekte entgegen. Sie freut sich, gleich zu Beginn ihrer Präsidentschaft mit Claudia Ressi und Claudia Brandner zwei neue Clubschwestern zu begrüßen und für den soroptimistischen Gedanken zu begeistern.

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16.11.2020

ORANGE THE WORLD 2020

Weltweite Kampagne von 25. November bis 10. Dezember

Unter der Schirmherrschaft von Schauspielerin Ursula Strauss erstrahlen im Rahmen der 16-tägigen UN Women Kampagne 223 öffentliche und private Gebäude und Objekte in Österreich in der Farbe der Solidarität: Orange.

Orange the World - 16 Tage gegen Gewalt an Mädchen und Frauen - (c) si österr. union
Orange the World - 16 Tage gegen Gewalt an Mädchen und Frauen - (c) si österr. union
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Gewalt an Frauen und Mädchen sichtbar machen – dies ist das Ziel der internationalen UN Women Kampagne ORANGE THE WORLD, bei der weltweit symbolträchtige Gebäude in orange Licht erstrahlen. Die 16 Tage gegen Gewalt an Frauen, welche jährlich zwischen dem 25. November – dem Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen und Mädchen – und dem 10. Dezember – dem Internationalen Tag der Menschrechte und zugleich Soroptimist-Tag – stattfinden, werden in Österreich seit 2017 gemeinsam von UN Women Austria, Soroptimist International Austria, dem Ban Ki-Moon Centre for Global Citizens und HeForShe Graz umgesetzt. Erste Group Bank AG, Energie Steiermark, T-Mobile Austria GmbH, UNIQA Österreich Versicherungen AG und die Raiffeisen Bankengruppe Österreich unterstützen diese wichtige Awareness-Kampagne heuer als Sponsoren in Österreich.

Bereits zum dritten Mal in Folge Schirmherrin der Kampagne in Österreich ist Ursula Strauss. Die Schauspielerin engagiert sich stark im Kampf gegen Gewalt an Frauen und Mädchen und tritt dafür ein, dass Gewaltopfer die Chance erhalten, sich mit ihren Erfahrungen in der Öffentlichkeit positionieren zu dürfen. Wie wichtig die Bewusstseinsbildung der Bevölkerung zu diesem Thema auch in Österreich 2020 immer noch ist, zeigen die Statistiken: 20 Prozent aller österreichischen Frauen ab 15 Jahren waren bereits von körperlicher und/oder sexueller Gewalt betroffen. 35 Prozent aller Frauen in Österreich wurden bereits sexuell belästigt. Viele Frauen sehen jedoch noch immer von Anzeigen ab. Der Handlungsbedarf ist weiterhin riesig, weshalb sich ORANGE THE WORLD auf Bewusstmachen, Vorbeugen und Reagieren fokussiert.

Um die Thematik in den öffentlichen Diskurs zu rücken, wird auch dieses Jahr in ganz Österreich ein sichtbares – oranges – Zeichen gesetzt. Die praktische Umsetzung der Kampagne in den Bundesländern wird von den 60 Soroptimistclubs in ganz Österreich forciert. „Die Bekämpfung der Gewalt an Frauen ist eines der obersten Ziele von Soroptimist International. Durch unser flächendeckendes Netzwerk in ganz Österreich war es uns auch heuer möglich, ein aktiver Partner für UN Women zu sein.“, erklärt Unionspräsidentin Dr.in Eliette Thurn. Das Wiener Volkskundemuseum, die Albertina, der Uniqa Tower, der Grazer Uhrturm, das Goldene Dachl in Innsbruck und das Schloss Mirabell in Salzburg sowie das Vorarlberger Landestheater in Bregenz – dies sind einige der bekanntesten Beispiele der mehr als 160 öffentlichen Gebäude in Österreich, die orange beleuchtet werden. Die Anzahl der beleuchteten Gebäude konnte somit seit dem österreichischen Start der Kampagne 2017 beinahe verdreifacht werden.

Der erfolgreiche Schwerpunkt von 2019, welcher auf der Einbeziehung von Krankenhäusern und der Sichtbarmachung der dort beschäftigten Opferschutzgruppen lag, wird 2020 weitergeführt. So erstrahlen wieder zahlreiche Krankenhäuser in orangem Licht. Zusätzlich liegt der Fokus dieses Jahr auf den Universitäten – im Besonderen medizinischen Fakultäten. In diesem Zusammenhang werden auch interdisziplinäre Podiumsdiskussionen zum Thema Gewalt an Frauen organisiert. Es wird Vieles umgesetzt werden in den 16 Tagen gegen Gewalt an Frauen – und die Botschaft ist klar: Hinsehen. Handeln.

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